Brustvergrösserung

Die Brust, ein Drüsenorgan, ist gleichzeitig auch ein Merkmal der Weiblichkeit. Gründe für eine Brustvergrösserung sind vielfältig und sehr individuell.

Kleine Brüste, welche zwar dem Körperbild entsprechen, nicht aber den Vorstellungen der Frau, können zu Minderwertigkeitsgefühl und sinkendem Selbstvertrauen führen, was in einer starken seelischen Belastung enden könnte.

Mit einer Brustvergrösserung können die Brüste der Körperform angepasst werden. Der Wunsch nach übergrossen Brüsten, welche der Körperform nicht entsprechen, kann oft aus medizinischen Gründen nicht erfüllt werden.

Weitere Gründe eine Brustvergrösserung sind Brustasymmetrien seit Geburt, Brustformveränderungen nach starkem Gewichtsverlust oder nach Schwangerschaft. Besonders nach dem Stillen bilden sich die Brustdrüsen zurück und die Brust erschlafft. Dies ist für viele Frauen sehr belastend. In diesen Fällen kann eine Brustvergrösserung kombiniert mit einer Bruststraffung die Brust wieder jugendlicher/straffer erscheinen lassen.
Um optimale Ergebnisse erzielen zu können müssen die Brüste voll ausgebildet sein.

Steckdaten

OP Dauer: ca. 1.5 Stunden
Anästhesie: General
Stationärer Aufenthalt: Ambulant oder 1 Nacht
Drainages: 1 pro Brust
Stütz-BH für 6 Wochen Tag und Nacht
Arbeitsunfähigkeit: ca. 1 Woche

Wir verwenden grundsätzlich nur Prothesen der 5. Generation. Die Silikon-Gel Prothesen bestehen aus einer Silikonhülle, gefüllt mit einem kohäsiven Silikongel. Somit ist ein Auslaufen des Silikons trotz allfälligem Riss der Hülle ausgeschlossen. Die Hülle der Prothese kann texturiert oder glatt sein. Wir verwenden nur texturierte Implantate. Silikonimplantate gibt es in vielen verschiedenen Formen und Grössen, somit kann die ideale Form und Grösse mit ihnen in mehreren Gesprächen festgelegt werden.

Die Operation erfolgt in Vollnarkose und gemäss den präoperativen Markierungen wird ein ca. 5 cm langer Hautschnitt in der Regel in der Brustfalte oder um die Brustwarze gesetzt. Es wird anschliessend eine Höhle gebildet, in welche das Implantat hineingelegt wird. Die Tasche kann unter der Brust (subglandulär) oder eine Schicht tiefer, unter dem Brustmuskel (submuskulär), gebildet werden. Platzierung unter dem Muskel kann sinnvoll sein bei sehr dünnen Frauen, damit das Implantat im Dekollté weniger sichtbar wird.
In manchen Fällen ist eine gleichzeitige Straffung der Brusthaut notwendig.

Nach heutigem Wissensstand wird ein Wechsel der Implantate nach ca. 15 Jahre empfohlen.
Die Brustkrebsvorsorgeuntersuchung wird durch die Implantate nicht beeinflusst. Desweiteren konnte eine krebsbegünstigende Wirkung des Silikons in mehreren internationalen Studien nicht nachgewiesen werden.