Brustverkleinerung


Bei gewissen Frauen kommt es in der Pubertät zu einem übermässigen Wachstum der Brust. Je nach Schweregrad können diese sogenannten Makro- oder Gigantomastien zu starken Nacken-, Schulter-, Rücken- und Kopfschmerzen führen. Diese können während einer gewissen Zeit gut mit Physiotherapie, Muskelkräftigung und richtiger Körperhaltung behandelt werden. Falls die Beschwerden trotzdem persistieren, kann eine Brustverkleinerung diese lindern.

Voraussetzung für eine Brustverkleinerung ist ein abgeschlossenes Körperwachstum und Brustentwicklung sowie ein stabiles Körpergewicht über mindestens 6 Monate. Empfohlen ist ferner ebenfalls eine abgeschlossene Familienplanung.

Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Es wird vor der Operation eine Zeichnung gemacht. Das Volumen der Brust wird, je nach individuellem Befund, meist aus den unteren Brustabschnitten reduziert. Die Brustwarze und der Warzenvorhof werden in die korrekte Position nach oben (kopfwärts) bewegt. Hierbei verbleibt eine kreisförmige Narbe um den Warzenvorhof und eine senkrechte Narbe vom Vorhof zur Unterbrustfalte. Bei grösseren Volumina ist zusätzlich eine Narbe in der Unterbrustfalte notwendig.

Nach dem Eingriff muss für 6 Wochen Tag und Nacht ein Stütz-BH getragen werden. Anschliessend muss der Stütz-BH für weitere 6 Wochen noch tagsüber getragen werden.

Steckdaten

OP Dauer: ca. 1.5 Stunden
Anästhesie: General
Stationären Aufenthalt: 3 Nächte
Drainagen: 1 pro Brust
Stütz-BH für 6 Wochen Tag und Nacht und weitere 6 Wochen tagsüber
Arbeitsunfähigkeit: ca. 1 Woche